RUN & BIKE Club Schmalkalden e.V. 
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18.-21.07.2013
MTB-Tour "Rund um die Zillertaler Alpen"
1. Tag
Rosenalmbahn bis Krimmler Tauernhaus
44 km
1176 Höhenmeter
max. Höhe 1933 m

Endlich ging es los. Wir starteten um 5:00 Uhr in Schmalkalden und düsten in Richtung Alpen. Die erste Rast machten wir in Greding. Um 11:00 Uhr sind wir an der Bergstation der Rosenalmbahn im Zillertal angekommen. Hier konnten wir, nach vorheriger Nachfrage an der Seilbahnkasse, die Autos bis zum Sonntag stehen lassen. Die ersten Meter legten wir mit der Seilbahn zurück um an der Rosenalm unsere Tour richtig zu starten. Die Alternative wäre gewesen den Gerloßpaß auf der Straße hinauf zu fahren. Das wollten wir nicht, Asphalt sollte nur da unter das Profil wo es unbedingt nötig war. Nun ging es von der Rosenalm immer am Berg entlang in Richtung Krimml. Vor dem Durlaßboden-Speicher erwischte uns ein heftiges Gewitter mit Blitz und Hagel, welches uns zum Unterstellen zwang. Leider wollte der Regen einfach nicht aufhören und so beschlossen wir weiter zu fahren. Also Regenklamotten raus und weiter ging die Fahrt in Richtung Gerloßpass. Als wir den Pass fast unten waren ging der Track nach links in Richtung Krimmler Wasserfälle. Wegen dem Wetter waren wir dort allein und wir nahmen den Weg an den Wasserfällen nach oben. Nach Foto und Rast mit Ausblick auf die Wasserfälle ging es weiter in Richtung Krimmler Tauernhaus. Dort war unsere Übernachtung gebucht. Am Tauernhaus sind wir um 19:00 Uhr angekommen, nass wie Schwämme, trotz der Regenbekleidung. Nach 25 km im Dauerregen ist das Wasser vom Kragen bis in die Schuhe gelaufen. Absolut lobend zu erwähnen ist in diesem Fall der Trockenraum im Krimmelr Tauernhaus. Am nächstan Morgen war alles wieder trocken. Auch die Bewirtung war sehr gut und so konnten wir mit Spagetti, Kaiserschmarrn und Hefeweizen die hungrigen Mägen ruhig stellen.


2. Tag
Krimmler Tauernhaus bis Lappach im Mühlwalder Tal
66 km
2579 Höhenmeter
max. Höhe 2621 m, Krimmler Tauern

Nach einem ausgiebigen Frühstück warfen wir unsere Rucksäcke über und fuhren langsam das Krimmler Tauerntal hinauf. Noch ging es wenig bergan, die Sonne lachte und alles sprach für einen tollen Tag. Nach etwa 3 Kilometer Fahrt ging es scharf nach rechts. Geradeaus kam nur noch der Talschluss mit dem Aufstieg zur Birnlücke. Das dieser Aufstieg einges verlangen würde hat Andreas und Karsten im Vorjahr im Abstieg erfahren. Heute ging der Aufstieg nach rechts in Richtung Krimmler Tauern. Den ersten Kilomter konnte man noch bergan fahren, bald war aber Schieben die bessere Variante zum Vorankommen. Nach einiger Kraxelei über Schneereste und Gestein sind wir um 11:45 Uhr nach zweistündigem Aufstieg auf den Krimmler Tauern angekommen. Von hier geht der Weg hinab ins Ahrntal auf der italienischen Seite der Zillertaler Alpen. Vorher machten wir aber eine kleine Pause auf der vom Wind abgewandten Seite mit Blick ins Ahrntal. Ein kleiner Unterstand ließ sogar etwas Gemütlichkeit aufkommen. Dann ging der Weg weiter in Richtung Ahrntal. Ein mit großen Felsplatten ausgelegter Weg windet sich hier den Berg hinab bis zur Adleralm. Teilweise konnte man hier gut fahren, mit etwas Mut auch mehr. Wer aber sicher unten ankommen will und sonst mit Trails nicht viel in Verbindung kommt sollte nichts riskieren und das Bike etwas mehr schieben. Die Tour kann hier sehr schnell ein Ende haben. Wir sind alle heil unten angekommen und ließen uns an der Adleralm ein leckeres Mittagessen schmecken. Danach ging es weiter das Ahrntal hinab bis nach Luttach. Hier trennten sich unsere Wege. Schon im Vorfeld haben wir ab Luttach zwei Varianten für den Weg nach Lappach ausgesucht. Eine mit weniger Höhenmetern über Sand in Taufers, die andere mit noch einmal 1300 Höhenmetern mit Weg in das Weißenbachtal und über das Gorner-Joch. Frank und Andreas fuhren ab hier "unten rum", Sven und Karsten wollten es sich noch einmal geben und strampelten den steilen Anstieg nach Weissenbach hinauf. Dieser Weg wird nun weiter beschrieben. Nach dem Anstieg nach Weissenbach war für S&K an einer einladenden Schenke erst mal ein Bier fällig. Man ist ja schließlich im Urlaub. Kurz nach dieser Winter gehts hier steil mit dem Schlitten bergab. Vor der Alm ging der Weg vor einer Brücke nach links in den Wald. Dieser führte bis nach oben auf das Gorner Joch. Als wir fast oben waren hatten wir wieder Wetterpech und kamen in ein Gewitter. Glücklicherweise zog es nur an uns vorbei und blieb schließlich an der gegenüberliegenden Grubbachspitze hängen wo es sich langsam verzog. Wir konnten also die Abfahrt sicher in Angriff nehmen. Nach einiger Zeit stießen wir unten auf die Talstraße und mussten uns noch einmal die letzten zwei Kilometer den Berg hinaufwinden. Um 19:20 Uhr waren wir endlich am Pichlerhof oberhalb von Lappach angekommen. Andreas und Frank konnten uns den letzten Kilometer vom Balkon aus beobachten und waren froh den Weg über Sand in Taufers genommen zu haben. Uns reichte es auch für den Tag, nach dem Abendbrot freuten wir uns aber schon auf die Königsetappe am nächsten Tag. Diese sollte noch mehr Spaß bereithalten.


3. Tag
Lappach bis Kematen im Pfitschertal
37 km
2247 Höhenmeter
max. Höhe 2561 m, Pfunderer Joch

Der dritte Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Beim Frühstück gingen wir noch mal die Strecke des Tages durch. Wenige Kilometer, dafür aber viele Schiebe und Tragepassagen. Unter anderem wollten wir über das Eisbruggjoch. Hier haben wir im Vorfeld keine Berichte gefunden wie es wohl mit dem Bike dort drüber geht. Es ist einfach ein Pfad im Gebirge. Nach der Abfahrt vom Eisgruggjoch wartete dann noch der Anstieg zum Pfunderer Joch auf uns. Auch hier gibt es Berichte fast nur von der Nordseite, von der Südseite her war nur etwas von einem Anstieg für Masochisten zu finden. Diese Unsicherheit veranlasste Frank und Andreas die Ausweichroute über das Pustertal zu nehmen. Das waren 100 Kilometer, dafür aber wenige Höhenmeter auf teils guten Radwegen. Für Sven und Karsten sollte der Weg über das Eisbruggjoch und das Pfunderer Joch gehen. So starteten wir um punkt 9:00 Uhr am Pichlerhof in Lappach. Schon nach zweihunder Metern trennten sich unsere Wege. Frank und Andreas führen bergab ins Tal, Sven und Karsten nahmen den Anstieg zum Neves-Stausee in Angriff. Weiter gehts ab jetzt mit der Route über die Berge. Nach drei Kilometer Anstieg waren die ersten dreihundert Höhenmeter geschafft und der Neves-Stausee erreicht. Hier fuhren wir über die Staumauer und auf der anderen Seeseite bis zum Abzweig zur Edelrauthütte/Eisbruggjoch. Ab hier begann bis auf dreihundert fahrbare Meter eine Schiebe- und Trageplackerei von 1870 Höhenmetern bis auf das Eisbruggjoch mit 2535 Metern. Wir nahmen die Sache aber locker und begannen guten Mutes mit dem Anstieg. Auf dem Joch war es 11:30 Uhr, wir waren also gut in der Zeit. Jetzt gab es in der Edelrauthütte erst mal ein schönes Mittagessen. Wie erwartet waren wir hier oben die einzigen mit Bike. Auch die Hüttenwirtin bestätigte uns das hier sehr wenig Radfahrer vorbeikommen. Wir kamen uns auch etwas fehl am Platz vor, wussten aber, das uns die Bikes bergab bald gute Dienste leisten werden. Die Abfahrt begann wie erwartet erst mal mit einem Abstieg. Geröll und Schnee auf dem schmalen Weg zum Eisbruggsee zwangen uns zum Schieben. Ab dem See konnten wir aber große Teile der Abfahrt fahren. Ab hier waren wir wieder im Vorteil. Schneller als gedacht fanden wir uns im Tal wieder. Jetzt begann aber der Anstieg zum Pfunderer Joch, welcher am Anfang einen absolut steilen Betonfahrweg bereithielt. Wegen der Steilheit musste man auf den beiden Betonfahrstreifen darauf achten immer geradeaus zu fahren. Zick-Zack war also nicht und machte dieses Teilstück echt schwer. Nach einem Kilomter Anstieg öffnete sich das enge Tal und der Anstieg wurde flacher. Dann wurde es wieder steiler. Das ging so hin und her bis wir um 14:45 Uhr an der Weitenbergalm angekommen waren. Hier war etwa die Hälfte des Anstieges geschafft. An der Alm gönnten wir uns noch einmal eine Mahlzeit und stzten unseren Aufstieg um 15:30 Uhr fort. Nach einem Anstieg nach der Alm war erst mal nichts mehr mit fahren und die Schieberei ging wieder los. Bald kamen wir auf eine Hochebene. Von hier konnten wir das Pfunderer Joch erstmals sehen. Etwa zwei Kilometer Weg mit dreihundert Höhenmetern wartete jetzt noch auf uns. Abwechselnd führte der Weg jetzt über Geröll, dann wieder über Schneereste, fahren war nicht mehr. Hier bergab zu fahren macht bestimmt auch Laune. Das dachten wir als uns drei Artgenossen mit grinsenden Gesichtern entgegen kamen. Wir mussten auf unser Grinsen noch etwas warten. Um 16:45 Uhr waren wir schließlich oben und genossen den Ausblick in beide Richtungen. Nach einer weiteren halben Stunde begann dann auch unsere Abfahrt. Vom Pfunderer Joch aus begann eine Abfahrt welche wir bis auf die ersten Meter auf Schneefeldern und einigen weggespülten Wegmetern alles fahren konnten. Zehn Kilomter ließen wir es auf dem Weg noch unten richtig krachen und kamen unten aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Jetzt waren es nur noch zwei Kilomter bis nach Kematen im Pfitschertal. Hier hatten wir im Gasthof Alpenrose unser Quartier gebucht. Andreas uns Frank erwarteten uns schon. Ihre hundert Kilomter gingen gegen unsere siebenunddreißig doch etwas schneller. Die Übernachtung in der Alpenrose können wir nur empfehlen, ein sehr guter Gasthof welcher sich auf die Bedürfnisse von uns Radfahrern bestens eingestellt hat.



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4. Tag
Kematen im Pfitschertal bis Rohr im Zillertal
60 km
891 Höhenmeter
max. Höhe 2247 m, Pfitscher Joch

Auch der vierte Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Nach leckeren Frühstück saßen wir um 9:00 Uhr auf den Rädern und fuhren in Richtung Pfitscher Joch. Der Anstieg zum Joch sollte unser einziger Berg sein, nach oben fuhr jeder sein Tempo. Um 11:00 Uhr haben alle den Anstieg gepackt. Am Pfitscher-Joch Haus gab es eine kleine Stärkung und einen Blick zurück ins Pfitschertal. Tief unten im Tal konnten wir unseren Startort sehen. Jetzt ging es aber weiter in Richtung Norden. Die Abfahrt ins Zillertal machte einen Riesenspaß. Eigentlich war hier alles fahrbar und wir konnten in neidische Blicke der Bergauf-Schiebenden schauen. Bald waren wir am Schlegeis-Speicher angekommen. Hier gab es in der Domenikus-Hütte ein leckeres Mittagessen. Wir wurden sehr gut bedient und für die Weiterfahrt waren wir bestens gerüstet. Ab dem Schlegeis-Speicher ging es von jetzt an nur noch auf Asphalt ins Tal. Hier und da wäre zwar ein Ausweichen auf Nebenwege möglich gewesen aber die kurvige Abfahrt mit vielen Tunneldurchfahrten war einfach zu g...!
Ab Mayrhofen ging es auf dem Zillertal-Radweg in Richtung Zell am Ziller, dann war es auch nicht mehr weit bis zur Seilbahnstation der Rosenalmbahn. Unsere Autos waren alle noch da und die Räder haben ohne eine Panne durchgehalten. Einzige Panne war eine leere Batterie von Svens Auto. Hier bekamen wir aber schnelle Hilfe von einem Downhill-Fahrer welcher mit einer privaten fahrbaren Werkstatt auf dem Parkplatz stand und einfach alles dabei hatte. Auch ein Starthilfekabel im Sommer. Wahrscheinlich hätte er uns auch einen gebrochenen Rahmen sofort schweißen können. Danke noch mal an den Unbekannten! Nach Fitmachen des Autos ging es leider schon wieder nach Hause. Aber schon auf der Fahrt wurden neue Pläne geschmiedet. Wir melden uns wieder! Bis dann Eure Runbiker



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